BMWSB sendet mit Umschichtung von Förderprogrammen ein Signal der Verlässlichkeit
Bundesbauministerin Verena Hubertz zeigt Pragmatismus, indem sie im bestehenden Haushaltsrahmen die verfügbaren Spielräume für den Wohnungsbau ausnutzt. Diese kluge Schwerpunktsetzung ist richtig: Innerhalb von nur neun Monaten wurden bereits über 50.000 Wohnungen gefördert.
Angesichts der hohen Nachfrage in den vergangenen Monaten wäre das ursprünglich vorgesehene Budget von 800 Millionen Euro im EH-55-Plus-Programm voraussichtlich bereits kommende Woche ausgeschöpft gewesen. Diese Förderlücke hätte zusätzliche Verunsicherung am ohnehin unruhigen Wohnungsmarkt ausgelöst. Dass dies nun verhindert wird, ist gut für den Wohnungsmarkt und setzt ein Signal der Verlässlichkeit. Diesen pragmatischen Ansatz unterstützen wir ausdrücklich und hoffen, dass er auch bei der Umsetzung des Aktionsplans leitend sein wird.
Die heute verkündete Kurskorrektur macht zugleich deutlich: Der Wohnungsbau braucht so schnell wie möglich eine verlässliche, klar strukturierte Förderlandschaft, die sich nicht im Klein-Klein verliert. Was sich in der Praxis bewährt hat, sollte gestärkt werden. Das Förderniveau von EH55+ zeigt dabei eindeutig, dass sich Klimaschutz und Wohnungsneubau wirksam miteinander verbinden lassen. Daran sollte die Bundesregierung unbedingt festhalten.
