Bauwirtschaft im Zahlenbild

GRAFIK 17: BESCHÄFTIGUNG UND ARBEITSLOSIGKEIT IM BAUHAUPTGEWERBE

Positive Entwicklung 2025 wieder aufgenommen

Von 1995 bis 2009 wurde die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe halbiert. Die bis 2020 gestiegene Bauproduktion und die Furcht vor einem Fachkräftemangel haben die Bauunternehmen aber veranlasst, die Zahl ihrer Beschäftigten von 2009 bis 2023 um 223.000 auf 928.000 aufzustocken. Aufgrund der von 2021 bis 2024 andauernden konjunkturellen Schwäche - insbesondere im Wohnungsbau - hatten die (Hochbau-)Unternehmen 2024 erstmals ihr Personal reduziert (- 1,2 %). Aufgrund des Turnarounds 2025 haben die Baubetriebe die Zahl ihrer Beschäftigten aber wieder um 0,7 % bzw. 6.600 auf 923.000 erhöht. 

Dabei haben die Bauunternehmen ihren zusätzlichen Bedarf 2025 aus der stillen Reserve gedeckt: Die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter mit bauhauptgewerblichen Berufen ist im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,6% auf 17.238 gesunken, nach einem Plus von 8,3% im Vorjahr. Bei den arbeitslosen Bauingenieuren hat sich die baukonjunkturelle Erholung noch nicht ausgewirkt: Die Zahl stieg weiter, und zwar um 8,8 % auf 2.711. Insgesamt lag die Zahl der arbeitslosen Bauingenieure 2025 somit nur noch um 6,4 %, die der arbeitslosen Baufacharbeiter aber um 70 % unter dem Niveau von 2009. Da der Fachkräftebedarf nicht allein über die Ausbildung gedeckt werden konnte, fanden viele Arbeitslose wieder eine Beschäftigung. Die Zahl der offenen Stellen für Bauingenieure hat sich - trotz Rückgang seit 2024 - von 2009 bis 2025 mehr als verdreifacht, die für Baufacharbeiter verdoppelt.