Tendenz weiter steigend
Die Arbeitskräftereserven auf dem deutschen Bauarbeitsmarkt werden immer enger: Die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter im Bauhauptgewerbe lag im Jahresdurchschnitt 2025 mit 17.200 um 2,6 % unter dem Vorjahresniveau und um 75 % unter dem Niveau von 2007 (Daten liegen erst ab 2007 vor). Obwohl der Abgang von gewerblichen Fachkräften in den Ruhestand nicht mehr durch gewerbliche Auszubildende ausgeglichen werden kann, war es den Unternehmen bis 2023 möglich, ihre Beschäftigung auszubauen. Nach einem leichten Rückgang 2024 hat die Zahl der Beschäftigten auch 2025 wieder zugelegt.
Immer mehr Unternehmen haben Fachkräfte aus dem europäischen Ausland angeworben. Gleichzeitig dürften Selbständige aus EU-Mitgliedstaaten ihre Selbständigkeit gegen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland getauscht haben. Darauf deutet der seit 2011 anhaltend starke Anstieg der Zahl der Beschäftigten mit ausländischem Pass hin. Deren Anteil an den Belegschaften des Bauhauptgewerbes hat sich seitdem von 8 % (2010) auf 25 % (2025) verdreifacht. Die ausländischen Beschäftigten kommen überwiegend aus Rumänien, Polen, Türkei, dem Kosovo, Kroatien, Bulgarien und Serbien.