Bauwirtschaft im Zahlenbild

GRAFIK 2: ENTWICKLUNG DER BAUINVESTITIONEN

Abwärtstrend noch nicht gestoppt

Zum Ende der 10-jährigen Baurezession im Jahr 2005 wurde in Deutschland preisbereinigt ein Viertel weniger in Bauten investiert als zum Höchststand Mitte der 1990er Jahre. Von 2010 bis 2020 waren die Bauinvestitionen dann im stetigen Aufwärtstrend. Befeuert wurden sie durch das dauerhaft niedrige Zinsniveau und die zuwanderungsbedingt gestiegene Nachfrage nach Wohnraum.  

Der starke Anstieg der Baumaterial- und somit Baupreise sowie die gestiegenen Zinssätze und die dadurch verursachte Verunsicherung der Investoren haben den Aufwärtstrend gestoppt. 2024 lagen die Bauinvestitionen preisbereinigt um 16 % unter dem Niveau von 2020. Auch 2025 konnte man den Abwärtstrend nicht stoppen, nur verlangsamen: Die Bauinvestitionen gingen real um weitere 0,6 % zurück. Dass die Bauinvestitionen im Gegensatz zu den Umsätzen im Bauhauptgewerbe 2025 (+2,4 %) rückläufig waren, ist darauf zurückzuführen, dass bei den Bauinvestitionen neben dem Bauhauptgewerbe auch das Ausbaugewerbe enthalten ist, was 2025 noch nicht vom Wiederanspringen der Baunachfrage profitiert hat und für das ein Minus von 3,3 % ausgewiesen wurde.

Die gesamten Bauinvestitionen lagen damit zwar real immer noch um 5,5 % über dem Niveau von 2009, aber um 21 % niedriger als zum Höchststand 1994 und auch noch um 5 % niedriger als 1991. Entsprechend entwickelten sich die Pro-Kopf-Investitionen: 2025 wurden je Einwohner 3.863 Euro in Bauten investiert, 9 % weniger als 1991 und sogar 24 % weniger als 1994.

Das BIP legte hingegen im Trend deutlich zu und übertraf 2025 den Wert von 1991 real um 48 %.