Risiken für Unternehmen im Baugewerbe entwickeln sich uneinheitlich
Die Risiken im Baugewerbe waren in den vergangenen fünf Jahren im langfristigen Vergleich deutlich erhöht. In einer Umfrage des DIHK bewerteten 52 % der Bauunternehmen die Energie- und Rohstoffpreise zu Jahresbeginn 2026 als Risiko für die eigene wirtschaftliche Entwicklung, 2022 waren es noch 78 %. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der Meldungen über einen Fachkräftemangel von 78 % auf 60 % zurück. Die Meldungen bei den Arbeitskosten stiegen hingegen von 48 % auf 60 % und bei der Nachfrage von 27 % auf 55 %.
Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig: Hohe Energiepreise, die auf die Baumaterial- und Baupreise durchschlagen, ein hohes Zinsniveau, zwischenzeitliche Lieferengpässe und Lieferkettenstörungen, die Überalterung der Baubelegschaften mit hohen Abgängen in die Rente in den kommenden Jahren und die schwache baukonjunkturelle Nachfrage sorgten im Verbund dafür, dass die Bauunternehmen trotz Verabschiedung des Sondervermögens und erster positiver Meldungen für den Wohnungsbau auch im Januar 2026 die Lage noch verhalten bewerteten. Mehr als 60 % rechnen mit gleichbleibenden Geschäften und rund ein Viertel mit schlechteren Geschäften in den kommenden 12 Monaten.