Büro- und Verwaltungsgebäude liegen knapp vorn
2025 wurden neue Nichtwohngebäude für 44,8 Mrd. Euro (veranschlagte Baukosten) genehmigt, 7,2 % mehr als ein Jahr zuvor. Trotz gestiegener Baupreise ist dies ein reales Plus. Das Segment „Büro- und Verwaltungsgebäude“ konnte seinen ersten Platz wieder zurückerobern, wenn auch nur knapp. Der Trend zum Homeoffice hatte in den Jahren zuvor für deutlich steigende Leerstandsraten und entsprechende Vermarktungsprobleme bei neuen Projekten geführt. Die Neubaugenehmigungen sanken - nach einem Einbruch 2023 von nominal 18,1 % - 2024 um weitere 4,6 %. Der Turnaround fiel 2025 mit plus 1,3 % auch sehr niedrig aus, real ist es sogar ein Rückgang.
Dass das Segment trotzdem wieder den ersten Platz belegt, ist auf den nominalen Rückgang bei „Handels- und Lagergebäuden“ von 3,3 % zurückzuführen und das trotz des anhaltenden Trends zum Online-Einkauf und damit zum Versandhandel. Dass die Neubaugenehmigungen bei „Fabrik- und Werkstattgebäuden“ hingegen - trotz der konjunkturellen Abschwächung im Verarbeitenden Gewerbe - um 3,3 % zulegen konnten, ist auf den Einbruch 2024 von 8,6 % zurückzuführen.