Bauwirtschaft im Zahlenbild

GRAFIK 6: GENEHMIGUNGEN IM WOHNUNGSBAU

Historischer Tiefpunkt 2025 überwunden

2025 wurden in Deutschland rund 238.500 Wohnungen zum Bau genehmigt. Der Schwerpunkt lag mit rund 81 % in neuen Wohngebäuden. In diesem Segment haben die Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ihren Anteil seit 2005 sehr deutlich von 31 % auf 66 % ausgebaut. 20 % aller Wohnungen entfielen auf genehmigungspflichtige Umbaumaßnahmen im Bestand, rund 2 % auf Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden.

Von 2021 bis 2024 sind die Genehmigungen für Wohn- und Nichtwohngebäude um 43 % auf 215.300 gesunken. 2023 wurde mit minus 94.500 bzw. minus 27 % der sowohl absolut als auch prozentual stärkste Genehmigungsrückgang seit 1991 verzeichnet, bei Wohnungen in neuen Wohngebäuden waren es minus 30 %. Der Wohnungsneubau hat vor allem unter den gestiegenen Zinsen, zulegenden Baumaterial- und somit Baupreisen, den gesunkenen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und dem nahezu kompletten Wegfall der staatlichen Neubauförderung gelitten. In der Folge waren vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser vom Rückgang betroffen. Innerhalb von drei Jahren brachen die Genehmigungen in diesen Segmenten sogar um 60 % ein. Für viele Privathaushalte ist der Traum vom Eigenheim in weite Ferne gerückt.

2025 konnte erstmals seit drei Jahren ein Plus in Höhe von rund 11 % verzeichnet werden. Der historische Tiefpunkt scheint überwunden zu sein. Hierbei zeigte sich eine zweigeteilte Entwicklung: Während die Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser im vergangenen Jahr um 17,2 % und für Mehrfamilienhäuser um 12,1 % zunahmen, sanken die Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser erneut leicht um 1,1 %.