Über kurzfristige Konjunkturimpulse hinaus gilt es jetzt, die langfristige Wettbewerbs- und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu stärken und die Infrastruktur zu modernisieren.
Die Gerätekapazitäten der Bauunternehmen waren bis 2022 gut ausgelastet: Die Firmen des Bauhauptgewerbes meldeten im Rahmen des ifo Konjunkturtests im Durchschnitt des Jahres 2022 eine (saisonbereinigte) Maschinenauslastung von 78,7 %.
Die Preissteigerungen bei Baumaterialien hatten durch den Krieg in der Ukraine einen deutlichen Schub erhalten.
Die Baupreise sind zwischenzeitig deutlich gestiegen: Aufgrund der - durch den Krieg in der Ukraine und der dadurch verstärkten Lieferengpässe - noch einmal stark angezogenen Preise für Baumaterialien und Energie sowie Zinskosten hatten auch die Preise für Bauleistungen des Bauhauptgewerbes stark zugelegt.
Die Bauwirtschaft passt ihre personellen und maschinellen Kapazitäten fortlaufend an die Nachfrage nach Bauleistungen an.
Gewerbliche Auftraggeber sind für die Unternehmen des Bauhauptgewerbes wichtige Nachfrager. Langfristig entfallen 37 % des Branchenumsatzes auf den Wirtschaftsbau.
Der Wohnungsbauboom erreichte seinen Höhepunkt 1995, als 603.000 Wohnungen fertiggestellt wurden.
In der längerfristigen Entwicklung von Eigenkapital und Umsatzrendite zeigt sich, wie es um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bauhauptgewerbes bestellt ist.
Die Unternehmen des Baugewerbes verbrauchen – im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen – mit 1,9 % des gesamten inländischen Energieverbrauchs verhältnismäßig wenig Energie für die „Produktion“ von Gebäuden und Infrastruktur und verursachen mit einem Anteil von 1,1 % an den gesamten CO2-Emissionen vergleichsweise wenig CO2-Emissionen, ihr direkter Umweltfußabdruck ist somit ausgesprochen gering.
Die Städte und Gemeinden sind in Deutschland ein wichtiger Auftraggeber für die Bauwirtschaft.